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Aktiv

Auf Tour mit Kindergruppen

Von Vera Kadletz 10. Mai 2019

Die Kinder waren bei der Planung dabei? Das heißt, sie wissen wohin es geht. Ältere Kinder können schon mal die Führung übernehmen, natürlich mit Unterstützung der Erwachsenen. Karte und Kompass in der Hand zu haben und Verantwortung zu übernehmen, lässt so manches Kind um einen Kopf wachsen.

Abenteuerspielplatz vs. Gipfelsturm

Wenn der eiskalte Bergbadesee oder Kletterfelsen an einem heißen Sommertag spontan zum Ziel werden und der Gipfel niemanden mehr interessiert, was tun? Wenn alle Motivationsmöglichkeiten ausgelotet wurden, hilft nur mehr, mit den Kindern zu genießen. Von der Spontaneität der Kinder kann sich so mancher Erwachsener ein Scheibchen abschneiden.

Energiehaushalt wahrnehmen

30°C im Schatten? Nicht gut geschlafen? Zwischen Unlust und tatsächlichem Missbefinden zu unterscheiden, ist oft nicht leicht. Der schmale Grat zwischen Geduld-Zeigen und gesundem Motivieren ist leichter zu beschreiten, je besser man die Kinder kennt.

Großes mit den Kleinen vor?

Die Kondition von Kindern und Erwachsenen wird sich steigern, je öfter Ausflüge ins Freie gemacht werden. Dies gilt ebenso für die Fertigkeiten, die Kinder für Ausflüge im Freien brauchen, wie z.B. die Trittsicherheit.

Wichtig ist, Geduld zu beweisen, sich Zeit zu nehmen um den Kindern zu erklären, was den Erwachsenen oft als logisch erscheint. Lautes Denken als Sensibilisierung auf Gefahren steht hier dem Verbot gegenüber. Kinder lernen so, Situationen selber einzuschätzen.

Ausbildung  und Kompetenz

Die Jugendleiterausbildung enthält die oben genannten Punkte und stattet die Gruppenleiter*innen mit den notwendigen Kenntnissen für gelungene Ausflüge aus.
Die Familiengruppenleiter-Ausbildung versorgt Gruppenleiter*innen durch den Kurs „Abenteuer Bergnatur“ mit dem nötigen Know-how für Touren mit Familien.

Nach der Tour ist vor der Tour

Gemeinsam mit den Kindern Fotos anschauen. Das gemeinsame Foto ist Reflexion über das Geschehene und Gelernte. Bei dieser Gelegenheit kommen Ideen für die nächsten Unternehmung auf.
Unter den Betreuerinnen und Betreuern sollte besprochen werden, was gut gelaufen ist, aber auch, was noch verbesserungsfähig ist. Je öfter man gemeinsam unterwegs ist, desto routinierter werden die Ausflüge und der Spaßfaktor steigt! Wir wünschen euch schöne Tage draußen mit euren Familien-, Kinder- und Jugendgruppen!

Haben wir etwas vergessen? Wir freuen uns immer über Feedback aus den Sektionen: Wendet euch einfach an jugend@alpenverein.at

Vera Kadletz

Bildungsassistentin im Bundesteam der Alpenvereinsjugend und ehrenamtlich als Jugendleiterin in den Sektionen St.Gilgen und Innsbruck tätig.